Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kritisiert das beschlossene Modell zur Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke scharf. "Nun ist die Katze aus dem Sack, die Atommeiler sollen bis zu 14 Jahre länger am Netz bleiben, als im Atomkonsens von 2000 festgelegt. Damit wird das lang angekündigte Energiekonzept der Bundesregierung endgültig zur Farce", urteilt BEE-Präsident Dietmar Schütz. Die Atomlobby habe sich mit ihren dreisten Forderungen auf ganzer Linie durchgesetzt. "Mit ihrer Klientel-Politik für die vier großen Stromkonzerne gefährdet Angela Merkel zukunftsweisende Milliardeninvestitionen in Erneuerbare Energien. Das Nachsehen haben alle diejenigen, die ernsthaft an einem zukunftsfähigen Energiesystem arbeiten.
Zur diesjährigen 25th European Photovoltaic Solar Energy Con-ference and Exhibition (PVSEC), vom 6. bis 9. September 2010 in Valencia/Spanien, stellt die Herbert Arnold GmbH & Co. KG (Weilburg/Deutschland) erstmals ihre neue Dünnblatt-Sägetechnik mit der Maschine Typ 72/360 vor. Die neue Produkt-generation der Dünnblatt-Sägetechnik sei speziell für die Aufga-ben Croppen und Quadrieren von Silizium-Säulen, auch Bricks genannt, konzipiert. Diese Technik greife auf das bewährte Kreis-sägeblatt zurück und zeichne sich durch zusätzliche Vorteile aus, die für eine kostenbewusste Säulenfertigung entscheidend sind, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Das Berliner Anwaltsbüro Gaßner, Groth, Siederer & Coll. weist auf eine überraschende Ausweitung der Vergütungsfähigkeit von Photovoltaik-Anlagen durch die letzte Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hin, für die die zum 01.07.2010 und 01.10.2010 vorgesehenen Einmaldegressionen bis Jahresende zudem nicht gelten. Photovoltaik-Anlagen in Gewerbe- oder Industriegebieten, die bereits vor dem 01.01.2010 in einem Bebauungsplan festgesetzt waren, seien nach der am 11.08.2010 verkündeten Gesetzesänderung unabhängig von den ansonsten geltenden Flächenkriterien vergütungsfähig und bei einer Inbetriebnahme bis Ende 2010 nach den vor dem 01.07.2010 geltenden Vergütungssätzen zu vergüten, so das Anwaltsbüro.
Ab 2011 wird die Förderung für Solarstrom in Italien in drei Stufen gesenkt. Das hat der "Rat aus Vertretern der italienischen Regionen und der Zentralregierung" jetzt bekanntgegeben. Mit dem Eintrag in die "Gazzetta Officiale", das italienische Staatsregister, sind diese Änderungen ab sofort auch offiziell bestätigt und treten zum 31.12.2010 in Kraft. Das "Conto Energia III" stehe trotz Senkung nach wie vor für hohe Investitionssicherheit und passe sich den Marktgegebenheiten an, berichtet das Marktforschungs- und Beratungshaus EuPD Research in Bonn.
Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch (Bonn) hat eine erste Kurzanalyse der von der Bundesregierung vorgelegten Szenarien zum künftigen Energiekonzept Deutschlands erstellt. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass die Verlängerungsszenarien für die Nutzung der Atomkraft nicht fair mit dem Ausstiegsszenario verglichen werden. "Politische Vorgaben lassen den Atomausstieg schlecht aussehen. Es ist wenig plausibel, warum bei einem Atomausstieg die Energieeffizienz weniger Fortschritte machen sollte. Viele Experten sehen eine Laufzeitverlängerung als Bremsklotz für den Ausbau der erneuerbaren Energien - die vorgelegten Verlängerungsszenarien sehen hier im Gegenteil einen beschleunigten Ausbau", kommentiert Jan Burck, Klima- und Energieexperte bei Germanwatch.